Präsentation der neuen Wohngruppe „Lichthof“
26.07.2010
anlässlich des Sommerfestes der Bewohner am 24. Juli 2010
Die Modernisierung der Seniorenwohnanlage am Hubland schreitet voran. Nach den Neubauten „Miravilla“ und „Lindenhof“, der Generalsanierung „Villa Franconia“ und der Inbetriebnahme des „Brunnenhofes“ steht nun der „Lichthof“ an. Die ehemaligen Wohnbereiche 3/4 wurden und werden neu gestaltet und dienen künftig vorrangig der Versorgung Schwerstpflegebedürftiger (einschließlich Palliativpflege). Großzügige Aufenthaltsbereiche, helle Räume, ein Wellness-Bad und ein Hospizzimmer, das auch von Angehörigen mitgenutzt werden kann, prägen künftig diese Wohngruppe.
Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes wurden im Rahmen des Sommerfestes am Hubland am 24. Juli 2010 die sanierten Räume präsentiert. Weitere Sanierungsarbeiten sind im Jahr 2011 vorgesehen.
Dr. Alexander Schraml, Geschäftsführer der Senioreneinrichtungen, freut sich, dass der Umbau planmäßig fertig wird. „Unser Ziel war es, den Bewohnern des Hauses und ihren Angehörigen die neuen Räume und das neue Betreuungskonzept zum Sommerfest zu präsentieren. Dass dies gelingen konnte, führe ich auch auf die optimalen Abstimmungen zwischen Architekt, Baufirmen und letztendlich dem Bauherrn zurück. Hier waren flexible und engagierte Menschen am Werk“, so Schraml.
Der Wohnbereich „Lichthof“ mit neuem Betreuungskonzept
Mit dem Umbau und der Modernisierung kommt auch ein neues Betreuungskonzept. So werden die Wohngruppen im „Lichthof“ speziell der Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Menschen dienen. „Es war uns wichtig, Baukonzept und Betreuungskonzept aufeinander abzustimmen“, erklärt Matthias Rüth, Verwaltungsleiter und Prokurist. „Individuelle Herausforderungen brauchen individuelle Lösungen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sich das Konzept vom Papier auf die Praxis übertragen lässt“, ergänzt er.
Im letzten Jahrzehnt hat der Bedarf an Pflegeplätzen für schwerstpflegebedürftige Menschen in Einrichtungen der vollstationären Altenpflege stark zugenommen. Ursachen hierfür sind der demografische Wandel in der Bundesrepublik Deutschland, der medizinische Fortschritt sowie die restriktiven Regelungen der Krankenhausfinanzierung.
Infolge des zunehmenden Lebensalters treten neue bedrohliche Erkrankungen auf, die primär nur symptomatisch behandelt werden können und in letzter Konsequenz zum Tode der Betroffenen führen. In diesem Zusammenhang muss auch die Demenz genannt werden, die die Betroffenen in ihrer letzten Phase zu Schwerstpflegebedürftigen macht.
Als weiterer Faktor ist das geltende Recht zu nennen, welches bewirkt, dass in Fällen, in denen die medizinische Behandlung abgeschlossen ist, aber noch pflegerische Leistungen zu erbringen sind, auf eine baldige Entlassung aus dem Krankenhaus gedrungen wird, da rein pflegerische Leistungen von den Krankenkassen nicht mehr akzeptiert werden. Dies trifft beispielsweise Krebspatienten, Patienten mit Zustand nach Schlaganfall oder mit einem apallischem Syndrom.
Arne Ewert, verantwortliche Pflegefachkraft des Hauses, macht sich Gedanken: „Vielfach ist eine dauerhafte Pflege in den eigenen vier Wänden bei älteren Menschen mit multiplen Erkrankungen nur unter größten Mühen oder häufig gar nicht mehr möglich. Deshalb denken wir, dass ein zunehmender Bedarf an Plätzen für schwerstpflegebedürftige Menschen besteht.“
Die Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Menschen ist heute eng mit dem Ausdruck „Palliative Care“ verbunden. Der Begriff „palliative“ bedeutet die Beschwerden einer Krankheit zu lindern, aber nicht die Ursachen zu bekämpfen und stammt vom lateinischen Wort „paladium“ ab, mit dem ein mantelartiger Überwurf bezeichnet wurde. Der englische Begriff „care“ bedeutet Fürsorge und Pflege in einem umfassenden, ganzheitlichen Sinne.
Palliative Care ist somit ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten / Bewohnern und deren Angehörigen, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind, und zwar:
- durch Prävention und Linderung von Leiden,
- durch frühzeitiges Erkennen sowie
-durch exzellentes Einschätzen und Behandeln von Schmerzen
- und anderen psychischen, psychosozialen und spirituellen Problemen.
Kontakt:
Seniorenwohnanlage am Hubland
Zeppelinstraße 67, 97074 Würzburg
Ansprechpartner: Arne Ewert, verantwortl. Pflegefachkraft
Telefon 0931/8009-464, eMail: arne.ewert[at]senioreneinrichtungen.info, www.senioreneinrichtungen.info
